Praktikum

Das theoretische Wissen einmal in der Praxis ausprobieren, im Team arbeiten und seine Fähigkeiten in einem ungewohnten Umfeld unter Beweis stellen - all dies und noch viel mehr bewegt viele StudentInnen dazu, schon während ihres Studiums ein Praktikum zu absolvieren. Manchmal sind ein oder mehrere Praktika Bestandteil der Studienordnung, wie beispielsweise in sozialen Berufen oder auch beim Lehramtsstudium. Vorteilig hieran ist der nahe Bezug zum Studium; Praktikum und Lerninhalte sind oftmals gut aufeinander abgestimmt und werden mit dem eigenen Dozenten aufgearbeitet.

Freiwillige Praktika hingegen finden meist in den Semesterferien, seltener auch neben dem Studium statt. Sie sind in nahezu allen übrigen Studiengängen eine sinnvolle Angelegenheit, vom Studium für Visuelle Kommunikation bis hin zu BWL. Voraussetzung ist hier jedoch, dass der angestrebte Praktikumsplatz tatsächlich auf die eigenen Bedürfnisse, aber auch Fähigkeiten zugeschnitten ist. Viele StudentInnen haben relativ hohe Erwartungen an ihr Praktikum während des Studiums und werden dann durch eintönige Aufgaben enttäuscht.

Hinzu kommt, dass ein Praktikum Zeit in Anspruch nimmt, in der nicht gejobbt werden kann - bei gleichzeitig geringer bis ganz ausbleibender Vergütung. In Bezug auf Sparmöglichkeiten sollte deshalb gelten: Praktika können eine sinnvolle zeitliche Investition sein, sollten aber mit Bedacht ausgewählt sein. Im Zweifel ist es besser, ein für Erfahrung und Berufswunsch wertvolles Praktikum zu absolvieren als viele kleine Praktika ohne konkrete Zielsetzung. So spart man nicht nur Zeit und Geld, sondern auch Nerven und so manche Enttäuschung über allzu hohe Erwartungen.