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wohnen für Hilfe
Kein WG-Zimmer, kein Studenten- wohnheim und auch kein eigenes Appartment: Unter dem
Motto "Wohnen-für-Hilfe" hat sich ein Pilot-
projekt entwickelt, welchen in immer mehr
deutschen Studentenstädten angeboten wird. Der Name verrät bereits, worum es geht:
In einer Kooperation zwischen Stadtverwaltung und Universität werden Zimmer suchende
Studenten mit Bürgern zusammengebracht, die in verschiedensten Situationen
tatkräftige Hilfe benötigen können. Dies kann zum Beispiel einfache Hilfe im
Haushalt, Unterstützung bei der Erledigung von Amtgängen und Einkäufen oder auch das
Gassigehen mit dem Haushund sein.
Als Gegenleistung für die unentgeltliche Hilfe
erhalten die StudentInnen dann ein Zimmer in Haus oder Wohnung des Anderen. Diese
Form der Wohnpartnerschaft unterscheidet sich von allen anderen Möglichkeiten,
kostengünstig auch in Studentenhochburgen eine Unterkunft zu bekommen:
Selbstverständlich steht nicht das Sparen allein im Mittelpunkt, sondern auch der
Kontakt zu Wohn- bzw. HauseigentümerIn. Diese können übrigens sowohl im
Seniorenalter sein und einfach ein wenig Hilfestellung benötigen (pflegerische
Tätigkeiten gehören nicht hierzu), es gibt aber auch beispielsweise junge Familien,
die ihr freies Zimmer gern gegen einige Stunden Babysitten im Monat vergeben. Der
Umfang der Hilfstätigkeit ist dabei relativ gering und nicht mit einem regulären Job
zu vergleichen - beim Studentenwerk Jena beispielsweise gilt "Eine Stunde monatliche
Hilfe pro Quadratmeter". Eine tolle Gelegenheit also für alle Studenten, die keine
Angst vor Familienanschluss haben und somit fast umsonst unterkommen möchten!
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